Eine Blaue Reise Kreuzfahrt in der Türkischen Ägäis
Die Blaue Reise ist eine Fahrt auf einem Gulet. Das ist eine Motoryacht, auf der zehn bis zwanzig Personen Platz haben. Normalerweise dauert so eine Tour mehrerer Tage. Ausgangspunkt für so eine Reise ist zum Beispiel Antalya. Besonders reizvoll sind diese Touren an der türkischen Ägäis. So kann man zum Beispiel von Marmaris aus mehrtägiger Touren entlang der Bucht und Strände der Ägäis buchen. Aber auch Alanya mit seiner Burg und dem Felsen ist ein lohnenswertes Ziel. Wir waren schon einmal in Alanya und auch am Hafen. Wir hätten auch gleich ein Gulet mieten können. Allerdings war kein großer Andrang und zu zweit auf so einen Schiff, das auf uns doch nicht die beste Wahl. So hatten wir uns entschlossen, die Tour bei einem lokalen Anbieter zu buchen. Bald hatten wir auch jemanden gefunden. Eine Ganztagestour mit Mittagessen und Transfer vom Hotel. Zum Programm gehörten die drei bekannten Höhlen von Alanya. Badesachen sollten unbedingt nicht vergessen werden.
Nach dem Frühstück wurden wir vom Hotel abgeholt und zum Hafen von Alanya Reisengebracht. Dort wartete schon unser Gulet. Alles war irgendwie entspannt und erwartungsvoll. Noch einen Blick auf die Burg und los ging es. Das Meer war ruhig, das Wetter angenehm. Beste Voraussetzungen für einen ereignisreichen Tag.
Zuerst fuhren wir zu Piratenhöhle. Alanya war in der Vergangenheit neben Side eine Hochburg von kilikischen Piraten. Das soll ganz üble Gesellen gewesen sein. Die Burg gab es schon vor über 2000 Jahren. Sie war ein Zufluchtsort für die Piraten. Die Legende berichtet nun, dass die Piraten von hier aus einem geheimen Gang in die Burg gegraben hatten. Von dem Gang war aber nichts mehr zu sehen. Schätze haben wir auch nicht gefunden. Hier war auch unser erster Badestopp. Nachdem wir uns die Höhle angesehen hatten, haben wir uns immer Meer richtig erfrischt. An Bord erhielten wir auch kühle Getränke. Die Getränke waren nicht im Preis mit eingerechnet.
Nach einer kurzen Pause mit andere Hotels in der Türkei Urlaubern ging es zur nächsten Höhle. Das war die Höhle der Verliebten. Der Bootsführung erzählte von einer deutschen Frau und ihrem türkischen Freund, die irgendwie verschwunden waren. Nach einiger Zeit hat man sie in dieser Höhle wiedergefunden. Klingt romantisch und die Höhle war auch sehr schön. Der Felsen gab eine hervorragende Kulisse. Hier war auch unser zweiter Badestopp.
Das Wasser war herrlich, azurblau und glasklar. Im Gegensatz zum Strand gab es auch eine fantastische Unterwasserlandschaft. Taucherbrille und Schnorchel hatte ich mit eingepackt und machte davon regen Gebrauch. Zum Mittagessen gab es natürlich Fisch, das haben wir natürlich gewählt. Das zweite Gericht war Huhn, alles frisch vom Grill. Dazu konnten wir aus mehreren Salaten wählen. Schon das Essen war ein Erlebnis.
Weiter ging es zur dritten Höhle bei diesem Lastminute Türkei Trip. Das war die Phosporhöhle. Durch die fluoreszierenden Lichteffekte durch die Grotte in leuchtendes grün getaucht. Unser Bootsführer sagte uns auch, dass es hier einen Felsvorsprung gibt, von dem man ins Meer springen konnte. Dazu musste man erst durch eine dunkle Höhle gehen. Den Felsvorsprung habe ich gesehen, aber von dort herunterzuspringen, dass fand ich dann doch nicht erstrebenswert. Also beschloss ich, dass ich dazu keine Lust hatte, schwimmen im glasklaren Meer war viel angenehmer.
Den Abschluss bildete der Kleopatra Pool. Markus Antonius hatte für diese kleine Bucht extra einen Sand aus Ägypten geholt. Allerdings ist heute davon nicht mehr viel zu sehen. Wir waren von den Ergebnissen sehr beeindruckt. Wir nutzten hier noch einmal unsere letzte Badegelegenheit und dann ging es zurück. Ein richtig gutes Ergebnis. Am Hafen wurden wir abgeholt und am Abend waren wir wieder im Hotel. Der Reise voll zu empfehlen.