Top ↑ | Archive

Eine Lastminute Türkei Tour nach und durch Antalya

Antalya ist die größte Stadt an der türkischen Riviera. Auf dem Flughafen von Antalya haben wir von der Stadt nichts gesehen. Der Flughafen liegt außerhalb. Außerdem sind wir mitten in der Nacht angekommen. Wir verbrachten unseren Urlaub in der Nähe von Side. Eines dieser All Inklusive Hotels mit einem eigenen Strand. Ideal für eine Woche Erholung, Vollverpflegung, Sonne, einer prima Bräune, einem herrlichen Strand und mehr. Eigentlich kann man die ganze Woche im Hotel verbringen. Ich empfehle aber in jedem, sich die Umgebung anzusehen. Eines dieser Ziele ist Antalya. Wir haben die Tour bei unserem Reiseanbieter gebucht. Man kann diese Tour auch bei einem lokalen Anbieter buchen, dort ist die Tour sogar noch günstiger.

Gefahren sind wir in einen dieser großen Reisebusse. Wie immer wird man vom Hotel abgeholt und es geht dann los. Wie immer dauert das etwas, bis die Urlauber aus den einzelnen Hotels abgeholt worden sind. Irgendwann ist man dann auf der großen Schnellstraße nach Antalya. Die Fahrt dauert über eine Stunde. Hier gibt es viel Landwirtschaft, Baumwolle, Gemüse und vieles mehr wird hier angebaut. Die Straße war gut ausgebaut, vielleicht versuche ich es später einmal mit einem Mietwagen. Die Spritpreise sind aber höher als bei uns, der Reiseleiter empfahl uns für kürzere Strecken den Dolmus. Der Mietwagen ist allerdings ideal für eine Tour ins Taurusgebirge. Aber heute war erst mal Antalya angesagt.

Das erste Ziel waren die Wasserfälle von Antalya, die Düden- Wasserfälle. Wie das so ist bei geführten Reisen ist dort auch ein großer Busparkplatz. Man steigt aus und der Reiseleiter gilt voran zum Wasserfall. So kamen wir zu den imposanten Wasserfällen. Leider haben mehrere Terroristen Gruppen dieses Programm. Also einfach der vorhergehenden Gruppe hinterher. Es ging durch einen kleinen Park mit imposanten Bäumen. Danach kamen wir zum Felsenplateau. Von hier hatten wir einen imposanten Ausblick. Ein herrlicher Moment für ein Foto. Langsam kämpften wir uns zum Wasserfall vor. Der Wasserfall ist nicht umsonst ein Ausflugsziel, sehr beeindruckend. Dann ging es zurück zum Bus und weiter nach Antalya.

Wir fuhren durch eine gesichtslose Vorstadt, viele große Neubauten. Der Reiseleiter nutzte die Zeit, um uns etwas über die Geschichte von Antalya zu erzählen. Begründet hat diese Stadt Attalos, der König von Pergamon. Er nannte die Stadt Attaleia. Noch heute gibt es im Zentrum ein Denkmal für ihn. Später ging die Stadt an die Römer. Sogar der Apostel Paulus soll hier bei einer seiner Missionsreisen an Land gegangen sein. Danach hatte die Stadt verschiedener Herren, war aber immer eine bedeutende Stadt in dieser Region. Die Stadt hatte in der Vergangenheit verschiedene Namen, seinen heutigen Namen erhielt sie von Atatürk. Gut informiert ging es ins Stadtzentrum, unser verschwand in einer Tiefgarage und wir gingen zum Hafen. Dabei mussten wir durch verschiedene Gassen und erhielten auch schon einen ersten Eindruck vom geschäftigen Treiben in Antalya`s Altstadt.

Der Hafen war sehr belebt. Im Programm war hier das Mittagessen und eine Tour auf einem dieser größeren türkischen Yachten vorgesehen, den Gulets. Jeder weiß, dass am Hafen die Restaurants die besten, aber auch die teuerste sind. Das Restaurant sehr ansprechend, landestypisch und rustikal eingerichtet. Zu essen gab es Fisch. Wir wollen nicht die einzige Reisegruppe und mussten deshalb etwas warten. Getränke waren wieder von jedem selbst bezahlen. Das Essen war nicht allzu üppig, der Fisch nicht allzu groß. Dazu gab es Salat und wieder Weißbrot. So richtig satt sind wir nicht geworden. Am Tisch waren auch einige, für die Fisch nicht das Lieblingsessen war. So etwas ist schon etwas Pech. Die Gaststätte hatte eine saubere Toilette, das Angebot haben wir auch reichlich genutzt. Die Toiletten in der Türkei sind manchmal gewöhnungsbedürftig, in den Lokalen sind sie aber o.k.

Danach ging es aufs Boot. Angekündigt wurde diese Tour als Blaue Reise. Das war aber übertrieben. Nachdem alle an Bord waren ging es los, entlang des Felsens auf dem die Altstadt von Antalya lag. Auf der anderen Seite hatten wir einen herrlichen Blick auf das Taurusgebirge. Die Felsenformation war auch sehr imposant. Auf dem Plateau wohnen die, die viel Geld haben. Hier sollen auch viele Deutsche hier Domizil haben. So richtig beeindruckt hat uns das allerdings nicht. Zwar war alles sehr beeindruckend, aber so richtig begeistert waren wir nicht. Wir sind eine Zeit lang am Felsen entlang gefahren, es waren auch einige historische Gebäude zu sehen. Aber wir hatten das Gefühl, dass wir diese Reise nicht selbst gebucht hätten.

Danach hatten wir Zeit für einen Basarbummel. Die Altstadt von Antalya schließt sich direkt an den Hafen an. Aufwärts vom Hafen ging es durch enge Gassen. Über all viele kleine Geschäfte. Viele Textilien, Schmuck, Lederwaren und Souvenirs. Alles war hier sehr eng, den viele Urlauber waren hier unterwegs. Wir wollten uns aber erst einmal das Altstadtviertel Kaleici ansehen. Unser Eindruck war, viele kleine Bars, Restaurants und Geschäfte. Je weiter wir gelaufen sind, umso weniger war davon allerdings zu sehen. Deshalb sind wir zurückgegangen. Der Basar ist für seine Vielfalt bekannt und shoppen wollten wir auch. Orientiert haben wir uns am Uhrturm. Der war so richtig von über all aus zusehen. Vorher haben wir aber erst einmal eine Moschee besucht. Für Frauen gab es hier Tücher.

Der Basar war ziemlich verwinkelte. Viele enge, kurze Gassen mit Textilen, Gewürzen und den vielen anderen Sachen. Der Basar ist sehenswert. Nichts gefunden haben wir das Hadrians-Tor, eines der Sehenswürdigkeiten von Antalya. Das imposante Bauwerk soll östlich liegen und Teil der Stadtmauer sein. Deshalb haben wir uns auch vorgenommen, später noch eine individuelle Tour nach Antalya zu machen. Gekauft haben wir hier Tee. Sicher haben wir zu viel bezahlt. In Manavgat bekamen wir für den gleichen Preis eine wesentlich größere Packung. Aber wie das so ist, wir konnten probieren und es schmeckte sehr gut. Natürlich wollten wir handeln. Statt eines Preisnachlasses bekamen wir eine Zugabe. Dann war aber die Zeit vorbei und wir mussten zum Bus zurück. Die Rückfahrt dauerte wieder über eine Stunde, am Abend waren wir im Hotel. Antalya ist sehenswert, aber als Urlaubsort selbst für uns nicht die richtige Wahl. Die Stadt verfügt zwar über einen Strand, aber der liegt etwas außerhalb.